
Was ist Sanksrit?
Obwohl Jahrtausende alt, behält das Sanskrit bis heute seine Aktualität und Lebendigkeit. Die meisten philosophischen und wissenschaftlichen Texte des vedischen Indiens sind in dieser Sprache verfaßt. Mantras und Yantras bedienen sich ihres machtvollen Klangsystems, und der heutige indische Sprachschatz gründet überwiegend auf Sanskrit. Es ist außerdem die Wurzel unseres indoeuropäischen Sprachraumes.
Das Wort „Sanskrit“ bedeutet „veredelt“ oder „geschmückt“. Sanskrit ist eine geformte Sprache. Der Name ist so zu verstehen, dass das Sanskrit eine verfeinerte Sprachform darstellt, die in erster Linie nicht die materiellen Gegebenheiten beschreibt, sondern Einblick in die Geheimnisse der vedischen Geisteswelt gewährt.
Den Veden zufolge ist Klang der Ursprung der Schöpfung dieses Universums. Der Urklang im Form einer einzigen Silbe, die in ihrer Einfachheit die Kraft der gesamten Schöpfung in sich trägt. Diese Silbe wird als Pranava, als die Lebenskraft des Universums bezeichnet und besteht aus den drei Buchstaben a, u und m.
Klang und Bedeutung
Klang und Bedeutung sind im Sanskrit viel enger miteinander verbunden als in anderen Sprachen, so dass jedes Wort - auch ohne es zu verstehen - eine unmittelbare Wirkung auf das Bewusstsein des Zuhörers hat. Diese Einheit von Bedeutung und Klang heißt auf Sanskrit shabda.
Im Sanskrit-Fernstudim lernen Sie:
- Texte in der Devanagari-Schrift zu lesen und zu schreiben;
- beliebige Texte und Mantras richtig auszu-sprechen;
- einfache Sätze in Sanskrit zu bilden;
- die Bedeutung zahlreicher Begriffe aus Vasati, Ayurveda, Astrologie, Yoga usw. nachzuvollziehen und dadurch ein tieferes Verständnis dieser Wissensgebiete zu erwerben.
Sie werden während des Studiums durch einen qualifizierten Berater
betreut, der Ihnen für die Ausbildungszeit zur Verfügung steht. Er
korrigiert Ihre Arbeiten und beantwortet Ihre Fragen.
Der Ausbildungsleiter für Sanskrit
Jochen Weiss hat Physik und indische Philosophie studiert. An der
Veden-Akademie ist er als Sanskritlehrer tätig. Mit seinem
Erstlingswerk „Kali kommt“ hat er weltweit den ersten Roman verfasst,
der in der vedischen Zeit spielt.
Der Aufbau des Studiums
Das Sanskrit-Grundstudium besteht aus sechs Lektionen, die jeweils 30
Stunden Lern- und Übungszeit erfordern. Bei einer täglichen Aufwendung
von einer Stunde kann daher jede Lektion in einem Monat bewältigt
werden.
| Lektionen des Studiums | |
|---|---|
| 1. Lektion | Schrift- und Klangelemente Grund- und Ligaturzeichen der Devanagari-Schrift Der Klangapparat |
| 2. Lektion | Aussprache und Sandhi Klang- und Rhythmusregeln Sonderzeichen und Ziffern Das Zusammenfließen aufeinanderfolgender Wörter (Sandhi) |
| 3. Lektion | Deklination Die Haupt-Deklinationsformen Substantive und Adjektive Kasus und Numeri |
| 4. Lektion | Satzbildung; das Verb Bildung einfacher Sätze Wichtige Strukturwörter Das Prinzip der Verbwurzel Die elementaren Verbformen |
| 5. Lektion | Pronomen und Satzelemente Die verschiedenen Pronomina Fragewörter Zahlen |
| 6. Lektion | Komposita; Anwendungspraxis Samsas (zusammengesetzte Wort-konstruktionen) Wichtige Begriffe aus der vedischen Fachwelt Mantras und Slokas rezitieren |
