Vedische Kosmologie nach Global Scaling entschlüsselt
Vedische Metaphysik und Naturwissenschaft
Die vedische Kosmologie der Jahrtausendealten indischen Hochkultur
besitzt auffällige Ähnlichkeiten mit modernsten naturwissenschaftlichen
Ansätzen. Ihr liegt ein komplexes Verständnis der Naturgesetze
zugrunde, dass nicht nur qualitative metaphysische Zusammenhang
darstellt, sondern auch quantitative Angaben über zeitliche und
räumliche Abstände auf allen maßstäblichen Eben macht. Gerade hierdurch
lässt sich überprüfen, ob die metaphysischen Beschreibungen eines auf
unzähligen Planetensystemen mit vielfachen Lebensformen bevölkerten
Universums, von denen die meisten viel fortgeschrittenere sind als die
Menschheit, lediglich der Fantasie die vedischen Seher entspringt oder
ob dahinter ein auf Erfahrung und Naturbeobachtung gründendes
wissenschaftliches Naturverständnis steht.
Schwingung als Ursprung des Raumes und der Materie
Schon die metaphysischen Grundlagen der vedischen Kosmologie stehen
modernen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen sehr nahe. Die gesamte
materielle Schöpfung geht nach vedischem Verständnis aus dem Element
shabda hervor, das im deutschen Klang oder Schwingung bedeutet.
Schwingung wird daher als noch grundlegender als der manifestierte Raum
angesehen, der erst aus einer Kondensierung von Schwingungsprozessen
hervorgeht.
Schwingung wird als Wirkung der Zeit (kala) angesehen, die in der
Manifestation von Ursachen-Wirkungs-Ketten (sat-asat) in Erscheinung
tritt. Durch die Wirkung der Zeit wird der ursprüngliche spannungsfreie
und ausgeglichene Zustand des Schöpfungsfeldes (Pradhana) angeregt, so
dass drei verschiedene Wirkungsformen (gunas) in Erscheinung treten,
die von diesem Punkt ausgehend, zeitlich periodisch um Vorherrschaft
kämpfen bzw. schwingen. Alle materiellen, geistigen und feinstofflichen
Objekte in dieser Welt werden darauf aufbauend als ein komplexes
dynamisches Wechselspiel dieser drei Wirkungsweisen der materiellen
Urschwingung betrachtet. Die drei ursprünglichen Wirkungsweisen werden
als erhaltendes Prinzip (satva), schöpferisches Prinzip (rajas) und
auflösendes Prinzip (tamas) bezeichnet. Aus den unzähligen
Kombinationen und Permutationen dieser drei Wirkungsweisen entsteht die
ganz Vielfalt der Schöpfung und findet letztlich in ihrem Gleichgewicht
wieder ihre Auflösung. Das absolute Gleichgewicht dieser drei
Wirkungsweisen bedeutet als Stillstand der Schwingung daher
notwendigerweise die Auflösung allen manifestierten Seins.
Dreiwertige Logik
Auf der Basis einer solchen dreiwertigen Logik (triguna), die von
Anfang an konsequent jede zweiwertige Dualität (dvaita) überschreitet,
geht die vedische Metaphysik davon aus, dass jedes Objekt gleichzeitig
die drei Aspekte Materie, Bewusstsein und Wahrnehmung in sich trägt.
Hieraus ergibt sich eine die gesamte vedische Metaphysik durchdringende
Dreiteilung, die sich auch in der Dreiteilung der Zeit (trikala)
widerspiegelt, die als dreidimensionale Kraft alle Prozesse im
Universum verursacht.
Die Dreiwertigkeit vedischen Denkens wirkt sich auch auf die
Zahlenmystik der vedischen Seher aus. Alle vedischen Texte (vom
Rig-Veda bis zu den Puranas) sind mit konkreten Zahlenangaben
durchzogen, die eine klare auf der Zahl drei basierende Systematik
aufweisen. Daher treten die Zahlen 3, 9, 18, 27 und 108 sehr häufig in
Beziehung zu Zeit- und Raum-Vorstellungen in Erscheinung. Die folgende
Aufstellung enthält nur einige dieser Zusammenhänge:
- 3 Hauptgottheiten (Brahma, Vishnu und Shiva)
- 3 Konstitutionstypen (doshas) im Ayurveda (Naturheilkunde der Veden)
- 3 Wirkungsweisen der materiellen Natur (trigunas)
- 9 Planeten (grahas)
- 9 Yogendras (wichtige Weise)
- der neunfache Weg des Bhakti
- 18 Puranas (vedische Weisheitswerke)
- 18 Kapitel der Bhagavad Gita (Hauptwerk vedischer Weisheit)
- 18 Tage währte die Schlacht von Kurukshetra
- 27 Nakshatras (wichtigste Unterteilung des Tierkreises in Sternbilder)
- 108 Upanishaden (Haupttexte vedischer Philosophie)
- 108 Navamsas (wichtigste Feinunterteilung des Tierkreises und damit der Zeit)
- 432.000, 864.000, 1.296.000 und 1.728.000.000 Jahre währen die vedischen Weltzeitalter.
Weiterhin setzt die vedische Kosmologie in allen Bereichen räumliche
und zeitliche Maßstäbe miteinander in Beziehung. Dies geschieht bereits
auf der Ebene des Atommodells (paramanu), auf der die kleinste
Zeiteinheit (trasarenu) über Schwingungen atomarer Prozesse
(kala-paramanur) definiert wird, bis auf die kosmologische Ebene, auf
der die Größe des Universums (brahmanda) über die Strecke definiert
wird, die der Mond in 4.320.000.000 Jahren zurücklegt.
Parallelen zum Global Scaling
All diese Zusammenhänge legen nahe, dass das aus einem dreiwertigen
Schwingungsprozess hervorgehende vedische Modell des Universums
quantitative Merkmale aufweisen könnte, die den Grundprinzipien des
Global Scaling folgen. Auch Global Scaling geht davon aus, dass alle
Strukturen im Universum auf allen maßstäblichen Ebenen aus einem
überräumlichen Schwingungsprozess hervorgehen, der durch die natürliche
Dreiteilung eines Schwingungsprozesses in die Kompressions-,
Dekompressions- und Stabilitätsphase eine auf der Zahl drei aufbauende
Oberschwingungsstruktur erzeugt. Daher treten auch im Global Scaling
die Zahlen 3, 9, 27 und 108 als wichtige Teilungspunkte der
Oberschwingungen der kosmischen Gravitationswelle in Erscheinung.
Das wichtigste Grundprinzip im Global Scaling ist jedoch die fraktale
logarithmische Skaleninvarianz der Materieverteilung im Univesum. Das
bedeutet, dass sich ähnliche Strukturen im Universum auf allen
Maßstäben wiederholen, wobei die Eulersche Zahl e (2.718…) die Basis
der logarithmischen Verteilung bildet. Global Scaling leitet
mathematisch ab, dass sich das gesamte Universum in seiner Ausdehnung
von Photon bis zum Lichthorizont auf 162 maßstäblichen Ebenen des
natürlichen Logarithmus zur Basis e darstellen lässt. Legt man den
Nullpunkt dieser Darstellung auf die Wellenlänge des Protons, da das
Proton das stabilste bekannte Objekt im Universum ist, so liegt damit
das Photon auf der Maßstabsachse bei –54 und der Lichthorizont des
Universums auf +108. Dazwischen bilden sich alle materiellen Strukturen
über die Elementarteilchen, Atome, Moleküle, menschlichen Maßstäbe,
Planeten, Sterne bis zu den Galaxien aus, wobei sich stabile Strukturen
jeweils um die ganzzahligen Vielfachen der Zahl drei herum bilden.
Im Abstand von drei logarithmischen Einheiten wiederholt sich daher auf der universalen Längenachse eine fraktale Struktur von Eigenschwingungen, die so genannte Müller-Menge (von Dr. Hartmut Müller 1982 entdeckt).

Die Eigenschwingungen dieses Fundamentalen
Fraktals entsprechen mathematisch denen einer schwingenden Perlenkette
mit beliebig schweren Perlen. Die analytische Darstellung dieser
Eigenschwingungen gelang erst dem genialen Mathematiker Leonard Euler
durch die so genannten Eulerschen Kettebrüche. Die Verteilung der
Materie in diesem Universum scheint auf allen Maßstäben den
Eigenschwingungen einer solchen schwingenden Perlenkette zu folgen, die
stehende Wellen ausbildet. Auch hierzu findet sich in dem wichtigsten
vedischen Weisheitsbuch, der Bhagavad-Gita, ein wichtiger Hinweis. Dort
sagt Shri Krishna: Alles ruht auf mir, wir Perlen auf einer Schnur.
Auch in anderen vedischen Texten wird des Urfeld, das durch die Zeit in
Schwingungen versetzt wird als sutram bezeichnet, was im deutschen eine
Schnur kennzeichnet, auf der Perlen aufgezogen sind.
Um zu untersuchen, ob das Modell der vedischen Kosmologie auch
quantitativ den Prinzipien des Global Scaling folgt, betrachten wir an
dieser Stelle das Bhumandala-Modell des Universums, wie es im Bhagavat
Purana beschrieben wird. Ähnliche Beschreibungen finden sich auch in
den Upanishaden, im Mahabharata und in andere Puranas oder vedischen
Aufzeichnungen, doch stellt die Version des Bhagavatams die quantitativ
vollständigste dar. Diese Angaben sind Tausende von Jahren alt und
können daher nicht auf herkömmlichen astronomischen Beobachtungen
beruhen.
Das Bhumandala-Modell des Bhagavat Puranas
Das Bhagavat Purana beschreibt eine horizontale und eine vertikale
Struktur des Universums, von denen wir uns an dieser Stelle ganz auf
die horizontale beschränken. Diese Darstellung ist eine Ebene
(Mandala), die im Wesentlichen mit der Ekliptik übereinstimmt, die von
der Bahn der Sonne um die Erde gebildet wird. Diese als Bhumandala
bezeichnete Ebene besitzt einen Berg im Zentrum, auf dessen Gipfel sich
die Stadt des Schöpfergottes Brahma befindet. Die Beschreibungen von
Bhumandala klingen durchweg mythologisch, sind aber für unsere Zwecke
interessant, da sie konkrete Längenmaße für alle erwähnten Strukturen
aufführen. Weiterhin befinden sich auf Bhumandala zwischen Erde und
Sonne unzählige Strukturen wie Berge, Inseln und Ozeane ungeheurer
Ausdehnungen, die selbst vor 2000 oder 5000 Jahren nicht als
physikalische Realität angesehen werden konnten, da parallel zu diesen
mythologischen Beschreibungen vedische Schriften wie das Surya
Siddhanta existierten, die das Sonnensystem quantitativ ebenso
beschrieben, wie wir es heute kennen. Wir können also davon ausgehen,
dass die Beschreibungen Bhumandalas auf eine physikalisch nicht direkt
wahrnehmbare Struktur hinweisen, die die Qualität und innere Struktur
des Raumes selbst betreffen könnte.
Der zentrale Berg Sumeru (kurz Meru) wird wie in fast allen alten
mythischen kosmologischen Modellen von einer zentralen Insel umgeben,
die als Jambhudvipa bezeichnet wird. Um diese Insel herum folgt eine
Serie von sieben einander abwechselnden Ozeanen und Inseln
unterschiedlicher Größe und Beschaffenheit. Die Ozeane sind hierbei von
verschiedenen Flüssigkeiten erfüllt wie Salzwasser, Zuckerwasser,
Alkohol, Butterfett, Milch, Joghurt und Süßwasser. Ebenso werden im
Bhagavatam ausführlich die Besonderheiten der einzelnen Inseln und
ihrer Bewohner beschrieben, auf die wir hier nicht näher eingehen. Uns
interessiert an dieser Stelle in erster Linie die geometrische Struktur
von Bhumandala und die angegeben Maße.
Die geometrische Struktur von Bhumandala
Die folgende Tabelle enthält die 18 wichtigsten Sturkurelemente, die ringförmig den zentralen Weltberg Meru umgeben:

| Radius in 1000 Yojana | Geographischer Typus | Beschreibung | |
|---|---|---|---|
| N0 | 17 | Zentrales Feld | |
| 41 | Land | Von Menschen bewohnter Bereich | |
| N1 | 50 | Insel | Zentrale Insel |
| N2 | 150 | Ozean | Salzwasser |
| N3 | 350 | Insel | |
| N4 | 550 | Ozean | Zuckerwasser |
| N5 | 950 | Insel | |
| N6 | 1.350 | Ozean | Alkohol |
| N7 | 2150 | Insel | |
| N8 | 2.950 | Ozean | Butterfett |
| N9 | 4.550 | Insel | |
| N10 | 6.150 | Ozean | Milch |
| N11 | 9.350 | Insel | |
| N12 | 12.550 | Ozean | Yoghurt |
| N13 | 15.750 | 1/2 Insel und Bergkette | Manasottara Berg |
| N14 | 18.950 | 1/2 Insel | |
| N15 | 25.350 | Ozean | Süßwasser |
| N16 | 41.000 | Region | Bewohnter Bereich |
| N17 | 125.000 | Region und Bergkette | Lokaloka Bergkette |
| N18 | 250.000 | Region | Unbewohnter Bereich |

X = Y x eN
Löst man die Gleichung nach N auf, so erhält man N= ln (X/Y). Nach Leonard Euler lässt sich nun jede Zahl N als ein Kettenbruch der Struktur
N=n0 +2/(n1+2/(n2+2/(n3+...))) darstellen, wobei n0, n1, n2, n3... die Quantenzahlen der dazugehörigen Eigenschwingung des fundamentalen Fraktals darstellen. Diese Kettenbrüche sind also die Eigenschwingungen der Schwingung einer Perlenkette, die im Global Scaling als mathematisches Modell für die Eigenschwingungen des Universums betrachtet wird.

| Radius in 1000 Yojana | Geographischer Typus | Global Scaling Werte | Radius in km | |
|---|---|---|---|---|
| N0 | 17 | Zentrales Feld | V (54; 15) | 2.32E5 |
| 41 | Land | V (54, 3, -6) | 5.6E5 | |
| N1 | 50 | Insel | V (54; 3, -3, 3) | 6.83E5 |
| N2 | 150 | Ozean | V (57; -3, 3, -3) | 2.05E6 |
| N3 | 350 | Insel | V (57; -18) | 4.78E6 |
| N4 | 550 | Ozean | V (57, 6) | 7.51E6 |
| N5 | 950 | Insel | V (57; 3, -3) | 1.3E7 |
| N6 | 1.350 | Ozean | M (60; -8) | 1.84E7 |
| N7 | 2.150 | Insel | M (60; 9, 3, -3) | 2.94E7 |
| N8 | 2.950 | Ozean | M (60; 3, 3, -3) | 4.03E7 |
| N9 | 4.550 | Insel | M (60; 3, -3, 3) | 6.22E7 |
| N10 | 6.150 | Ozean | V (60; -9, 3, -3) | 8.40E7 |
| N11 | 9.350 | Insel | V (60; 12) | 1.28E8 |
| N12 | 12.550 | Ozean | V (60; 4) | 1.714E8 |
| N13 | 15.750 | 1/2 Insel u. Bergkette | V (60; 3, -18) | 2.151E8 |
| N14 | 18.950 | 1/2 Insel | V (60; 3; -3, 9) | 2.589E8 |
| N15 | 25.350 | Ozean | M (63; -6) | 3.462E8 |
| N16 | 41.000 | Region | M (63; 13) | 5.601E8 |
| N17 | 125.000 | Region u. Bergkette | V (63; -9) | 1.7075E9 |
| N18 | 250.000 | Region | V (63; 4) | 3.415E9 |
Trägt man die erhaltenen Werte auf einer logarithmischen Skala auf, so erkennt man sofort, dass die gesamte Struktur von Bhumandala vollständig zwischen neun Einheiten des Fundamentalen Fraktals liegt, nämlich zwischen 54 und 63 und dass die Werte der Bhumandala-Struktur gleichmäßig zwischen der Materie- und der Vakuums-Kompressionswelle hin- und herpendelnd. Die Struktur beginnt jedoch bei N0 (im Knotenpunkt 54) auf der Vakuumswelle und endet dort auch bei N18 (im Knotenpunkt 63). Zwischen diesen beiden Werten werden auch neun Einheiten der Materie-Kompressionswelle durchlaufen. Damit bewegt sich die gesamte Struktur genau innerhalb einer halben Wellenlänge der zweiten Oberschwingung der kosmischen Grundschwingung. Die Größe Bhumandals schließt mit dem Knotenpunkt 63 ab, während die Größe des zentralen Quadrates von Jambhudvipa den Knotenpunkt 54 recht genau trifft.
Das größere Universum
Weiterhin wird im Bhagavat Purana beschrieben, dass Bhumandala von
sieben Schalen umgeben wird, die aus sieben unterschiedlichen Elementen
bestehen. Jede Schale ist 10 mal größer als die vorhergehende. Auf
diese Weise wird die Kernstruktur des Bhumandala in eine größere
weniger dichte Struktur eingefügt, deren Radius 11.111.110,5 mal größer
ist als der von Bhumandala. Die Größe dieser Gesamtstruktur, die im
Bhagavat Purana als die Größe des Brahmanda (Universums) angegeben
wird, beträgt also insgesamt 3.765E16 km, was auf dem Fundamentalen
Fraktal auf der Materie-Kompressionswelle den Knotenpunkt (81; 12)
belegt und damit in der Nähe eines Hauptknotenpunktes der ersten
Oberschwingung der kosmischen Grundschwingung liegt, der auch nach den
Maßstäben modernster Astronomie bis in die Größenordnung von Galaxien
hineinreicht. Damit belegt das gesamte von Jambhudvipa, Bhumandala und
den Schalen des Universums belegte System 27 Maßstäbe auf der
Längenachse und damit genau eine Halbschwingung der ersten
Oberschwingung.

Im Surya Siddhanta, einem vedischen Werk über
die Kosmologie des Sonnesystems, wird eine zweite Methode beschrieben,
um den Umfang und damit den Durchmesser des Brahmandas zu bestimmen.
Hierzu wird die Strecke berechnet, die der Mond in 4.320.000.000 Jahren
zurücklegt. Das ergibt 2.9781E15 yojanas oder 4.075E16 km, was auf dem
Fundamentalen Fraktal ebenfalls auf der Materie-Kompressionswelle in
der Nähe des Knotenpunkt 81 liegt (81; 8). Somit liegen diese beiden
auf völlig unterschiedliche Arten erzielten Radien des Brahmandas im
Bereich des gleichen Hauptknotenpunktes 81.
Die verbleibenden 27 Skalenabschnitte (letzte Halbwelle der 1.
Oberschwingung) von 81 bis 108 werden in den Veden nicht explizit
quantitativ erwähnt. Der Knotenpunkt 81 stellt damit den größten
quantitativ fixierten Maßstab dar, der in den Veden auffindbar ist. Es
wird jedoch erwähnt, dass es unzählige Brahmandas gibt, die in Clustern
zusammenhängend, in einem kosmischen Ozean, dem Ozean der Ursachen
(karana-udaka), treiben. Während die vedischen Brahmandas
größenordnungsmäßig den Galaxien entsprechen, beinhalten die größeren
Maßstäbe des Ozeans der Ursachen damit Galxienhaufen und größere
Strukturen bis zum Maßstab 108, dem Lichthorizont des Universums.
Die Feinstruktur von Bhumandala
Betrachtet man nun die Feinstruktur von Bhumandala auf dem
Fundamentalen Fraktal im Detail, so entdeckt man interessante
Übereinstimmungen zwischen den Bereichen des Fundamentalen Fraktals und
der Ringstruktur Bhumandalas.

Ilavrita-varsha: Dies ist ein quadratischer Zentralbereich von Jambhudvipa um den Weltberg Meru herum. Sein Radius liegt mit 17.000 yojanas ziemlich gut beim Knotenpunkt 54 der Vakuumskompressionswelle (54, -18). Außerhalb dieses Radius beginnen hohe Gebirge, die bis zum Beginn des bewohnten Bereiches reichen, der auch von den Menschen bewohnt wird:
Bharata-varsha: Dies ist der bei einem Radius von 41.000 yojanas beginnende Bereich, der unserer von Menschen bewohnten Erde entspricht. Bharata-varsha hat eine Breite von 9000 yojanas und reicht daher bis an die Grenzen von Jambhudvipa bei 50.000 yojanas heran. Es liegt damit zwischen (54, 3, -6) und (54; 3, -3, 3) auf der Vakuums-Kompressionswelle vollständig im grünen Bereich und schließt exakt mit diesem zum Salzwasserozean hin ab. Im grünen Bereich überlappen sich generell die beiden Randbereiche benachbarter Fraktale der Vakuums- und Materie-Kompressionswelle, so dass ein Bereich entsteht, in dem es ein homogenes Feld von Eigenwerten der kosmischen Gravitationswelle gibt. Diese Bereiche werden generell von lebenden Systemen und Organismen bevorzugt. Der auf Bhumandala der bewohnten und belebten Erde zugeordnete Bereich liegt somit ganz im grünen Bereich des Knotenpunktes 54.

Salzwasserozean: Der
Salzwasserozean beginnt mit dem Ende des grünen Bereichs des
Knotenpunktes 54 und endet mit dem Anfang des grünen Bereichs des
Knotenpunktes 57 auf der Vakuums-Kompressionswelle und liegt damit
vollständig in der Lücke der Vakuums-Kompressionswelle. Die Eigenschaft
der Lücke entspricht der Qualität des Ozeans sehr gut, da dieser ein
Ort weitaus geringerer Aktivität ist. Gleichzeitig entspricht dieser
Bereich jedoch auch dem Knotenbereich 57 der Materie-Kompressionswelle.
Doch auch hier beginnt und endet der Salzwasserozean mit den großen
Sublücken am Rande des Knotens 57.
Inseln zwischen N2 und N3, N4 und N5, N8 und N9 und N12 und N13: Diese
vier Inseln liegen jeweils hauptsächlich im grünen Bereich der
entsprechenden Knotenbereich, da sie belebte Abschnitte mit ausgiebiger
Vegetation sind, die im grünen Bereich am meisten Unterstützung
bekommen.
Inseln zwischen N3 und N4 und N10 und N11: Diese
beiden Inseln befinden sich in den zentralen Knotenbereichen der Knoten
60 auf der Materie- und auf der Vakuums-Kompressionswelle. Diese
Bereiche sind ebenfalls als bewohnte Bereiche geeignet und entsprechen
in ihrer Qualität eher einem Stadtzentrum. Sie besitzen daher im
allgemeinen weniger Grünflächen und werden stark von Fluktuationen und
Bewegung geprägt. Tatsächlich werden diese beiden Inseln im Bhagavat
Purana den Elementen Feuer und Luft zugeordnet, die für Energie und
Bewegung stehen.
Zuckerwasserozean: Der
zweite Ozean zwischen V (57; -18) und V (57, 6) auf der
Vakuums-Kompressionswelle liegt im Kernbereich des Knotens 57 der
Vakuums-Kompressionswelle, gleichzeitig jedoch vollständig im Zentrum
der Lücke der Materie-Kompressionswelle zwischen den Punkten 58 und 59.
Damit verhält er sich analog zum Salzwasserozean.
Alkohol-, Butterfett-, Milch-, Yoghurt- und Süßwasser-ozeane: Die
verbleibenden fünf Ozeane folgen alle dem gleichen Muster. Sie fallen
jeweils mit den beiden großen Sublücken der beiden 60er Knoten auf
beiden Wellen zusammen, während der abschließende Süßwasserozean in der
großen Sublücke des Knotens 63 der Materie-Kompressionswelle liegt.
Damit bestätigt sich die Vermutung, dass die Ozeane den Lücken und
Sublücken des Fundamentalen Fraktals entsprechen.
Manosottara-Gebirge: Das
Manosottara-Gebirge liegt in der Mitte einer Insel, die von (60; 4) bis
(60; 3; -3, 9) auf der Vakuums-Kompressionswelle reicht. Das entspricht
recht gut dem grünen Bereich und ist daher ideal für einen bewohnten
Bereich. Im Knotenpunkt (60; 3) des grünen Bereiches liegt eine
Gebirgskette auf der sich in den vier Haupthimmelsrichtungen vier große
Städte wichtiger vedischer Gottheiten befinden. Der Abstand zweier
einander gegenüberliegender Städte liegt eng beim Knotenpunkt 63 der
Materie-Kompressionswelle (63;-18).
Die äußeren Regionen Bhumandalas
Zwischen N15 und N18 gibt es drei weitere Bereiche, von denen nur einer
bewohnt ist (N15-N16). Dieser Bereich umfasst den Kern des
Knotenbereichs 63 der Materie-Kompressionswelle und ist ein Bereich
großer Fluktuationen. Der daran anschließende goldene Bereich reicht
bis zur begrenzenden Gebirgskette Lokaloka, die auf dem Knoten (63; 9)
der Vakuums-Kompressionswelle liegt. Diese Gebirgskette reflektiert das
Sonnenlicht in den inneren Bereich Bhumandalas, so dass kein Licht in
den äußeren Bereich gelangt, der mit dem äußeren Rand der Sublücke (63;
4) der Vakuums-Kompressionswelle abschließt. Dieser innere Rand des
grünen Bereichs bildet damit auch den Abschluss Bhumandalas. Daran
schließen die Schalen des Brahmandas an.

Bhumandala stellt ein System konzentrischer Kreise dar, die abwechselnd bewohnte und unbewohnte Bereiche in Form von Ozeanen und Inseln voneinander trennen. Die bewohnten Bereiche, die auch Bharat-varsha, den Bereich der Erde, beinhalten, liegen hauptsächlich (5 von 7) in den grünen Bereichen des Fundamentalen Fraktals. Lediglich zwei der sieben Inseln liegen im Kernbereich der Knotenpunkte und besitzen daher eine bewegte energetische Natur (Elemente Feuer und Luft).
Die Ozeane (unbewohnte Bereiche geringerer Aktivität) liegen hauptsächlich (5 von 7) im Bereich der großen Sublücken. Ein Ausnahme bilden lediglich die ersten beiden Ozeane, die mit den großen Lücken zwischen den Fraktalen zusammenfallen.
Die beiden wichtigen Gebirgsketten N13 und N17 liegen ebenfalls auf oder in der Nähe der wichtigen Knotenpunkte V (60; 3) und V (63; -9).
Die räumliche Struktur Bhumandalas entspricht daher sehr gut den Prinzipien des Global Scaling ebenso wie alle älteren physikalischen oder biologischen Systemen. Es bildet daher entweder eine uns unbekannte Feinstruktur des Raumes innerhalb unseres Sonnesystems ab, die mit den geozentrischen Umlaufbahnen der Planeten in Zusammenhang stehen mag oder ist ein kodierter Ausdruck eines tiefen Einblicks der vedischen Seher in die Strukturen des Raumes und der Materie, den wir heute als Global Scaling bezeichnen. Die wissenschaftlich exakte Formulierung dieses Wissens scheint in der Geschichte der vedischen Kultur verloren gegangen zu sein. Seine Spuren sind jedoch in dem kosmologischen Modell des Bhumandala eindeutig nachweisbar. Tatsächlich weisen die vedischen Geschichtsschreibungen (Puranas) auf Katastrophen globalen Ausmaßes hin, bei denen durch Überschwemmungen und Vulkanausbrüche weite Teile menschlicher Kultur zerstört wurden. Nur das lebensnotwendige Wissen wurde nach diesen Zerstörungen wieder zusammengetragen. Hierzu gehörte vor allem das spirituelle Wissen der Veden, während große Teile des exakten wissenschaftlichen Verständnisses nicht wieder vollständig rekonstruiert werden konnte. Spuren dieses weit fortgeschrittenen vedischen wissenschaftlichen Wissens finden sich daher heute nur noch in Texten wie dem Bhagavat Purana, die in erster Linie spirituelle Inhalte vermitteln.
Bibliographie
Bhagavad Gita, Bhaktivedanta Swami Prabhupada, BBT 1989
Bhagavat Purana, Bhaktivedanta Swami Prabhupada, BBT 1992
Das Lebensfeld, Marcus Schmieke, INES-Verlag 1997
Global Scaling, Raum&Zeit Special 1; Ehlers Verlag 2003
Mysteries of the Sacred Univers, Richard L. Thompson, Gorvadhan Hill Publishing 2002
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